2. August 1923: Szymon Perski wird in Wiszniew, das früher zu Polen, heute zu Weißrussland gehört, geboren.

1934: Einwanderung nach Palästina; die Jugend verbringt Schimon Peres in Tel Aviv; in der Folgezeit Studium an der Landwirtschaftsschule von Ben Schemen; Mitbegründer des Kibbuz Alumot im Jordantal.

1943: Wahl zum Sekretär der sozialistisch-zionistischen Jugendbewegung „HaNoar HaOved“

1944: Rückkehr nach Alumot, wo Peres als Landwirt und Schäfer arbeitet

1947-1948: während des israelischen Unabhängigkeitskrieges verantwortlich für Waffeneinkäufe und Rekrutierung

1948: Chef der Marine

1949: Leiter der Delegation des Verteidigungsministeriums in den USA; in dieser Zeit Studium an der „New York School for Social Research“ und der Harvard-Universität

1952-1953: stellvertretender Generaldirektor des Verteidigungsministeriums

1953-1959: Generaldirektor des Verteidigungsministeriums; in diese Zeit fällt die Anschaffung von französischen Mirage III-Kampfjets, der Sinaifeldzug (1956), an dessen Planung Peres entscheidend mit beteiligt war, und der Beginn des israelischen Nuklearprogramms

1959-2007: Mitglied der Knesset

1959-1965: Stellvertretender Verteidigungsminister

1965: gemeinsam mit David Ben-Gurion verlässt Peres die regierende Mapai-Partei und wird Generalsekretär von Rafi (Liste israelischer Arbeiter)

1968: gemeinsam mit Mapai wird Rafi zur israelischen Arbeitspartei

1969: Ernennung zum Einwanderungsminister mit besonderer Verantwortung für die Entwicklung der besetzten Gebiete

1970-1974: Transport- und Kommunikationsminister

1974: Informationsminister unter Golda Meir

1974-1977: Verteidigungsminister. In diese Zeit fällt das 2. Interim-Abkommen mit Ägypten (1975), die Befreiungsaktion von Entebbe/Uganda (1976) und das Konzept des „Guten Zauns“, das Südlibanesen Arbeitsmöglichkeiten in Israel schuf.

1977: kurze Zeit amtierender Premierminister nach dem Rücktritt Jitzhak Rabins

1977-1992: Vorsitzender der Arbeitspartei

1978: Wahl zum Vizepräsidenten der Sozialistischen Internationalen

1984-1986: Premierminister im Rahmen einer nationalen Einheitsregierung; in dieser Zeit zog sich Israel aus dem Libanon zurück (1985)

1986-1988: Außenminister und Vizepremier unter Jitzhak Schamir

1988-1990: Finanzminister und Vizepremier in der nationalen Einheitsregierung

1990-1992: Oppositionsführer in der Knesset

1992-1995: Außenminister. In diese Zeit fällt die Unterzeichnung der „Prinzipienerklärung“ mit der PLO (September 1993) und der Friedensvertrag mit Jordanien (Oktober 1994)

1994: Friedensnobelpreis gemeinsam mit Jitzhak Rabin und Jasser Arafat

1995-1996: amtierender Premier- und Verteidigungsminister – nach der Ermordung von Jitzhak Rabin am 4. November 1995. Trotz einer Welle von Selbstmordattentätern bemüht sich Peres, den Friedensprozess mit den Palästinensern am Leben zu erhalten.

1996-1999: Mitglied im Außen- und Verteidigungskomitee der Knesset

Oktober 1997: Gründung des „Peres-Zentrums für Frieden“ zur Förderung gemeinsamer arabisch-israelischer Initiativen

1999-2001: Minister für regionale Kooperation

2001-2002: Außenminister und Vizepremier in der nationalen Einheitsregierung unter Ariel Scharon

Januar-November 2005: Vizepremier unter Ariel Scharon

Mai 2006: Ernennung zum Vizepremier unter Ehud Olmert und Entwicklungsminister für den Negev und Galiläa

Juni 2007 bis Juli 2014: 9. Präsidenten des Staates Israel

In der Nacht vom 27. auf 28. September 2016 stirbt Schimon Peres im Scheba-Krankenhaus in Tel HaSchomer, nachdem er zwei Wochen zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte.